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Grafik: die vier psychischen Grundbedürfnisse nach Grawe

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Emotionale Grundbedürfnisse: Was steckt hinter Emotionen?

Wenn es zu Wutanfällen kommt oder zu anderen Streitigkeiten, steckt sehr oft dahinter, dass in dem Moment ein Bedürfnis nicht ausgelebt werden kann. Denn hinter jeder Emotion wie Wut, Trauer, Angst etc. steckt ein Bedürfnis das verletzt wurde. Neben den körperlichen Bedürfnissen wie Essen, Trinken, Schlaf (vgl. Bedürfnispyramide nach Maslow) gibt es auch psychische Bedürfnisse (vgl. nach Klaus Grawe) wie: Bindung, Lustgewinn & Unlustvermeidung, Selbstwertschutz & Selbstwerterhöhung, Orientierung & Kontrolle.
Grafik: die vier psychischen Grundbedürfnisse nach Grawe
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❤️ Bindung: jeder Mensch/Kind möchte sich sicher fühlen durch Zugehörigkeit, benötigt Liebe, Geborgenheit etc. Die ersten zwei bis drei Lebensjahre sind hier entscheidend, wie sich die Bindung vom Kind und Eltern entwickelt. Diese Bindung stellt dann die Weichen fürs spätere Leben.
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💪 Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz: Wir alle haben das Bedürfnis uns als kompetent zu erfahren wenn wir handeln. Fühlen wir uns sicher in dem wie und was wir tun, weil wir einen guten Selbstwert haben, sind wir erfolgreicher im Tun und verfolgen Ziele. Wir wissen auch, dass wir bei Misserfolge trotzdem noch wertvoll sind.
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🍒 Lustgewinn und Unlustvermeidung: Wir alle streben danach lustvolle Dinge zu tun und Unliebsames zu vermeiden. Doch im Laufe des Erwachsenwerdens müssen wir lernen, wenn wir Ziele erreichen wollen, dass wir auch mal Lustgefühle hinten an stellen müssen. Handlungen durchzuführen die für uns bedeutsam und wichtig sind, vs. fremdbestimmte Handlungen, kommen immer wieder mal in Konflikt miteinander. Eine Betätigungsbalance zu leben ist hier der Gedanke aus der Ergotherapie.
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👀 Kontrolle und Selbstbestimmung:
Wir möchten gerne Einfluss nehmen und proaktiv auf unser Leben, Handlungen und das was uns widerfährt, einwirken. Das Bedürfnis nach Kontrolle ist bei jedem unterschiedlich ausgeprägt. Struktur, Selbstbestimmtheit und Selbstwirksamkeit spielen hier eine Rolle.
Häufige Konfliktsituationen im Alltag sind:
Grafik: häufige Konfliktsituationen im Familienalltag wie Anziehen, Hausübung, Essen und Medien
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Wenn es zu Wutanfällen und Co. kommt, heißt es also, sich auf Spurensuche 🧐🧐zu begeben und herauszufinden, welches körperliche oder psychische Bedürfnis hier gesehen werden möchte! 🤗
Hier gehts übrigens zu unserem Downloadprodukt: Gefühls- und Bedürfnisliste
Hier findest du unsere Emotions-Bingo Spiele 

Häufige Fragen zu Bedürfnissen und Gefühlen

Was sind emotionale Bedürfnisse?

Emotionale Bedürfnisse sind psychische Grundbedürfnisse, die jeder Mensch hat und die erfüllt sein wollen, damit wir uns wohl und sicher fühlen. Sie werden häufig in vier Bereiche eingeteilt: das Bedürfnis nach Bindung (Nähe, Zugehörigkeit), nach Orientierung und Kontrolle (Sicherheit, Vorhersehbarkeit, Selbstbestimmung), nach Selbstwert (sich wertvoll und kompetent fühlen) und nach Lustgewinn und Unlustvermeidung (Freude erleben, Unangenehmes vermeiden). Wird eines davon verletzt, melden sich Gefühle wie Wut, Angst oder Traurigkeit.

Welches Bedürfnis steckt hinter Wut?

Wut ist ein Signal, dass etwas Wichtiges gerade bedroht ist. Sehr häufig steckt dahinter das Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Kontrolle („Ich möchte selbst entscheiden“), nach Gerechtigkeit und Respekt oder nach Grenzen und Sicherheit. Bei Kindern kommt oft dazu, dass sie müde, hungrig oder überreizt sind. Es lohnt sich also zu fragen: Was braucht mein Kind gerade wirklich?

Welches Bedürfnis steckt hinter welchem Gefühl?

  • Wut: Selbstbestimmung, Grenzen, Gerechtigkeit
  • Angst: Sicherheit, Orientierung, Schutz
  • Traurigkeit: Trost, Nähe, Bindung
  • Scham: Zugehörigkeit, Selbstwert
  • Eifersucht: Bindung, Wertschätzung
  • Langeweile: Anregung, sinnvolle Betätigung

Diese Zuordnungen sind eine Orientierung und keine feste Regel. Jeder Mensch und jedes Kind ist unterschiedlich, deshalb hilft es, gemeinsam hinzuspüren.

Was sind körperliche Bedürfnisse?

Körperliche Bedürfnisse sind zum Beispiel Hunger, Durst, Schlaf, Bewegung, Wärme und Ruhe. Sie beeinflussen die Stimmung stark: Ist ein Kind müde, hungrig oder hat es zu wenig Bewegung gehabt, reagiert es schneller gereizt. Wenn die körperlichen Bedürfnisse versorgt sind, fällt es Kindern deutlich leichter, mit schwierigen Gefühlen umzugehen.

Außerdem interessant: Mein erster Fachartikel: Reizüberflutung im Kindergarten

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